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Sehnenscheideneinengungen (Schnappfinger)

Allgemeines: Als eines der häufigsten handchirurgischen Krankheitsbilder tritt der schnellende Finger insbesondere bei älteren Frauen auf. Es handelt sich hier entweder um eine Verdickung der Beugesehnenscheide im Bereich des ersten Ringbandes oder aber um eine entzündliche Verdickung der Sehnen selber. 

Das Schnappphänomen wird durch die damit verbundene Einengung des Ringbandes ausgelöst. Schon im Säuglingsalter kann dies bedingt durch eine dicke Daumenbeugesehne als Pollex rigidus (starrer Daumen) auftreten. Ursächlich für diese v.a Dingen am Daumen und Mittelfinger auftretende Erscheinung kommen immer wiederkehrende mechanische Belastungen in Frage, die bei der bereits anatomisch veranlagten Engstelle am ersten Ringband zu einem Schnappfinger führen können. Auch rheumatische Erkrankungen mit ihrer Vielfalt an Veränderungen müssen hier genannt werden. 

Diagnostik: Tritt das Schnappen einmal auf, steht die Diagnose. Vorausgehend kommt es in der Regel zu einem erschwerten Gleiten der Beugesehen in den Morgenstunden. Druck auf das betroffene Ringband löst in Verbindung mit der Bewegung des Fingers Schmerzen aus. Dabei lässt sich oft auch eine Erhabenheit tasten. In manchen Fällen steht der Finger in Beugung fixiert. Obwohl die Schmerzen oft in den Bereich der Mittel- und Endgelenke projiziert werden, liegt die Ursache meist über dem Grundgelenk. Röntgenbilder zum Ausschluss knöcherner Veränderungen vervollständigen die Diagnostik. 

Therapie: Als konservative Therapie kommt nur die Ruhigstellung in Frage. Sie hat jedoch nur mäßigen Erfolg, da bei erneuter Belastung die Schnappphänomene in der Mehrzahl der Fälle sofort wiederkehren. Die Applikation von Spritzen ist wegen der Verletzungsgefahr der Sehnen umstritten und sollte nur in besonderen Fällen angewendet werden. Die offene Ringbandspaltung ist heute das Mittel der Wahl. Über jeweils kleine Schnitte wird in einer Armbetäubung unter Zuhilfenahme einer Lupenbrille das betroffene Ringband gespalten und zum Teil entfernt. Durch Hervorziehen der Beugesehnen wird deren Beweglichkeit überprüft und bei Bedarf die Sehne von entzündlichem Gewebe befreit. Ein Kompressionsverband beendet den ambulanten Eingriff. 

Nachbehandlung: Sofort nach der Operation ist das Schnappphänomen verschwunden. Der Patient ist angehalten, die Finger umgehend zu beüben und die Hand nach 2 Wochen wieder zu belasten. Eine gel. beobachtete Minderung der Streckung, ausgelöst durch ein Reiben der Sehnen, verliert sich in der Regel nach 2-3 Wochen. Narbenschmerzen können über einige Monate verbleiben. 
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