Nebenbetriebsstätte der MVZ Immenstadt Allgäu GmbH

Immenstädter Str. 77 b, 87435 Kempten (Allgäu)
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Impingementsyndrom

Allgemeines: Der Raum zwischen dem knöchernen Schulterdach(Akromion) und dem Oberarmkopf wird eingenommen von der Rotatorenmanschette (RM) und einem Schleimbeutel. Anatomische Besonderheiten (geringer Abstand der beiden knöchernen Strukturen) führen oftmals zu einer mechanischen Irritation der Weichteilgewebe (RM und Schleimbeutel) und somit zu deren chronischen und schmerzhaften Entzündung. 

Bei Arthrosen entstehen oftmals knöcherne Ausziehungen (Exophyten), welche ebenso diese Irritation verursachen können. 
Auch ohne das Vorliegen dieser anatomischen Veränderungen können Entzündungen oben genannter Weichteile auftreten. 

Diagnostik: Die Patienten schildern oft Schmerzen beim Anheben des Armes und bei Drehbewegungen des Oberarmkopfes in der Schulter (z.B. beim Griff mit der Hand an den Rücken). Der Untersuchungsbefund kann die Diagnose dann erhärten. Unabdingbar sind jedoch Röntgenaufnahmen zur Erkennung ev. anatomischer Besonderheiten bzw. von Exophyten (s.o.). Nur bei zweifelhaften Befunden ist eine Erweiterung der Diagnostik durch Ultraschall und Kernspin (NMR) erforderlich. 

Therapie: Anfänglich ist die Schonung der Schulter in der Kombination mit krankengymnastischer Übungsbehandlung und der Einnahme entzündungshemmender Medikamente erforderlich. Erst wenn über einen längeren Zeitraum hierdurch kein Erfolg zu erzielen ist, kann eine operative Therapie besprochen werden. 
Ziel der operativen Therapie ist es, die für den entzündlichen Prozeß verantwortlichen Veränderungen zu entfernen (z.B. Entfernung der Osteophyten, Abtragung des Unterrandes des knöchernen Schulterdaches. Ein Effekt dabei ist auch die „Denervierung“, also die Zerstörung der nicht sichtbaren Schmerzfasern durch den operativen Eingriff. 
Dieser operative Eingriff erfolgt in der Regel im Rahmen einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie). Nur in Ausnahmefällen ist ein „offenes“ Vorgehen erforderlich. 

Nachbehandlung: Für einige Tage nach dem operativen Eingriff erfolgt eine Ruhigstellung der Schulter. Danach Beginn mit krankengymnastischen Übungsbehandlungen schmerzadaptiert. In der Regel ist eine mehrwöchige Nachbehandlung erforderlich.

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